Das Technische Hilfswerk in Eutin

Seit dem 24.11.1952 gibt es das Technische Hilfswerk in Eutin. Damals fand sich eine Gruppe von technikinteressierten Männern zusammen, die aktiv in Not geratenen Menschen helfen wollten. Ausgelöst wurde das Interesse durch Meldungen über einen Hochwasser-Notstand in den Niederlanden, aber auch durch Berichte über Gas-Explosionen in Deutschland. Am Anfang brachten die Männer noch eigenes Gerät wie Schubkarren, Leinen, Leitern und Werkzeug mit zum Dienst. Erst mit der Aufstellung des Luftschutzhilfsdienstes Mitte der 60er Jahre wurden auch Fahrzeuge an das THW Eutin ausgeliefert - ein Borgward-Gerätekraftwagen mit Seilwinde und zwei Borgward-Mannschaftskraftwagen, alle geländegängig. Später kamen ein DKW-Munga und ein Unfallhilfskombi hinzu, und die Fahrzeuge wurden mit Funk ausgestattet. 1978 wurde die neue Unterkunft in der Industriestrasse bezogen, und es wurde auch Gerät der Landesölwehr untergebracht. Neue Fahrzeuggenerationen folgten, dazu auch ein LKW-Kipper. Aus Mitteln der Helfervereinigung wurde eine Taucher-Gruppe finanziert, die häufig auf den umliegenden Seen zum Einsatz kam. 2004 wurde diese von den Johannitern übernommen. Die Helferzahlen schwankten, die mittlerweile rund 40 Helfer sind aber sehr aktiv. Anzumerken sind als besondere Einsätze die Erdbebeneinsätze im Jemen und anderen Ländern, die Schneekatastrophe 1978/79 und die Hochwassereinsätze an Oder und Elbe. In jüngster Zeit gab es einen Ebola-Einsatz in Afrika sowie Großeinsätze bei den G7 und G8-Gipfeln sowie in der Flüchtlingshilfe.